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Foto: Katja-Julia Fischer

MdB Andreas Wagner regt an, Busse mit mehr Platz für Kinderwagen und Rollator auszustatten

Berlin/Geretsried – In Regionalbussen ist häufig zu wenig Platz für Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Ist die Sondernutzungsfläche im Bus bereits belegt, können sie nicht mehr zusteigen. Der Geretsrieder Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner hat jetzt in einem Schreiben an Landrat Josef Niedermaier angeregt, zukünftig Busse mit einer größeren Sondernutzungsfläche anzuschaffen und zu prüfen, ob sich bei den vorhandenen Bussen, die Sondernutzungsfläche vergrößern lässt.

„Für einen attraktiven ländlichen ÖPNV halte ich es für wichtig, dass in jedem Regionalbus mindestens zwei Kinderwagen oder ein Kinderwagen und ein Rollstuhl Platz haben. Ich rege daher an, dass im Rahmen der Neufahrzeugbestellung Busse angeschafft und eingesetzt werden, bei denen die Sondernutzungsfläche entsprechend gestaltet ist“, schreibt Andreas Wagner, der Sprecher für ÖPNV und Fahrradmobilität der Bundestagsfraktion DIE LINKE. ist.

Andreas Wagner: „Laut geltenden Rechtsvorschriften ist nur eine Sondernutzungsfläche für einen Kinderwagen oder Rollstuhl zwingend, die schnell knapp werden kann. Wird diese Fläche vergrößert, steigt die Chance für Menschen mit Mobilitätseinschränkung und Eltern mit Kinderwagen, mitzukommen. Ein Regionalbus mit einer größeren Sondernutzungsfläche kostet nicht mehr, sondern ist eher günstiger als ein Fahrzeug mit kleinerer Sondernutzungsfläche.“ Wagner regt zudem an, bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen zukünftig auch die Möglichkeit einer flexiblen Bestuhlung zu berücksichtigen. Durch die Möglichkeit, die Sondernutzungsfläche durch Entfernung einer 1 Sitzreihe zu vergrößern, können Busse auch später ohne große Umbauten an neue Anforderungen angepasst werden.

Wagner: „Von mehr Stellfläche im Bus profitieren alle Fahrgäste – neben Eltern mit Kinderwagen auch diejenigen, die größeres Reisegepäck haben oder einen Rollator nutzen.“